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Tambacounda, Senegal
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Tambacounda, Senegal PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Redaktion / rédaction - ECOLEGLOBALE   

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Tambacounda ist die Hauptstadt der Region Sénégal Oriental im Osten des Senegals und hat als Provinzstadt mit ca. 73.000 Einwohnern am südlichen Rande der Sahelzone mit vielen Problemen zu kämpfen. Betroffen von hoher Arbeitslosigkeit und geringen Entwicklungs-möglichkeiten zieht es vor allem die Jugend in die Metropole Dakar.

Die gänzlich fehlende bzw. mangelhafte Abfall-, Wasserver- und entsorgung verursacht hygienische Verhältnisse, die zum Teil zu schwerwiegenden Infektionskrankheiten mit all ihren Folgeerscheinungen vor allem für Säuglinge und Kinder führen.

In der Regenzeit ist Tambacounda zunehmend von Überschwemmungen bedroht. Eine Überschwemmungskatastrophe im Juli 1998 hat eine große Anzahl Häuser im ältesten Stadtteil Dépôt verwüstet und viele Familien obdachlos gemacht. Die Wassermassen des Flusses Mamacounda, der für mehrere Monate trocken bleibt, zerstörten auch Straßen und legten die Wurzeln der Straßenbäume frei. Diese Umstände haben die ohnehin schwierige Situation dramatisch verstärkt und die hygienischen Bedingungen noch weiter verschlechtert.

Als Ursachen hierfür scheinen zusammenzuwirken:

  • veränderte Niederschlagsverteilung durch globale Klimaveränderungen
  • Erosion durch übermäßige Brennholznutzung
  • Vernachlässigung des Flussbettes und der Uferzonen.

Seit 1994 unterstützt und initiiert der Freundeskreis verschiedene Projekte in Tambacounda. 1998 wurde die Grundschule Sada Maka Sy (1994 mit Hilfe von Mitteln des Landes Niedersachsen saniert) durch eine Photovoltaikanlage mit Strom und einem Solarkocher versorgt. Im gleichen Zeitraum wurde eine Bestandsaufnahme der im Juli 98 zerstörten Häuser erstellt und erste angepasste Lösungsvorschläge für ein Projekt Habitat Tambacounda erarbeitet.

Die interdisziplinäre Projektinitiative "Habitat Tambacounda" wurde 1998 ins Leben gerufen, um langfristige Ziele zu formulieren und umzusetzen. Vorrangiges und übergeordnetes Ziel der Projektinitiative ist es, für den ärmsten Stadtteil Dépôt realistische Maßnahmen im Sinne einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung vorzuschlagen und Strategien für eine Umsetzung zu erarbeiten, die langfristig auch für andere Bereiche und Regionen beispielhaft sein könnte.

Zum einen sollen durch den Rückgriff auf traditionelle, örtliche Bauweisen und Materialien Chancen und Möglichkeiten für die Partizipation der Bevölkerung, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Stärkung der kulturellen Identität eröffnet werden. Zum anderen und damit zusammenhängend gilt es, ökonomische und ökologische, soziale wie technische Aspekte im Sinne der Forderungen der AGENDA 21 im Zusammenhang zu sehen und in eine Gesamtplanung zu integrieren.

 
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